Café Octobre

Montag: 09:00 – 17:30 
Dienstag: Geschlossen 
Mittwoch: Geschlossen 
Donnerstag: 09:00 – 17:30 
Freitag: 09:00 – 17:30
Samstag: 09:00 – 17:00 h
Sonntag: 09:00 – 17:00 h

In der Rue des Bouchers, mitten im Herzen von Straßburg, hat sich in diesem Jahr ein neuer Name in die Szene der Feinschmeckeradressen eingeschlichen: Café Octobre. Als Kombination aus Coffeeshop, Matcha-Bar und Brunch-Lokal unter einem Dach verfolgt der Ort von Anfang an ein einfaches Ziel – Lust darauf zu machen, einen Gang herunterzuschalten.

Getragen von einer Familiengeschichte, bis ins kleinste Detail durchdacht und bei Google bereits hoch gelobt (5/5 bei 74 Bewertungen), hat sich das Café Octobre als ein Ort etabliert, den Stammgäste uneingeschränkt weiterempfehlen. Ein Überblick über eine Adresse, die sich bewusst für Authentizität statt für Modeerscheinungen entschieden hat.

Eine Familiengeschichte – ein Ort, der dazu einlädt, einen Gang herunterzuschalten

Hinter dem Café Octobre steht weder eine Gastronomiekette noch ein importiertes Fertigkonzept, sondern eine Geschichte auf menschlicher Ebene. Das Projekt entstand aus Anaïs’ Leidenschaft für Coffee-Shops und die Brunch-Kultur – eine Leidenschaft, die sie gemeinsam mit ihrer Mutter Stéphanie in ein Familienabenteuer verwandeln wollte. Gemeinsam haben die beiden Frauen, wie es auf der Website heißt, „einen gemütlichen Ort geschaffen, an den man ebenso gerne kommt, um einen Brunch, einen Spezialitätenkaffee oder einen Matcha zu genießen, wie um zu entschleunigen, gemeinsam Zeit zu verbringen und eine schöne Zeit zu haben“.

Diese familiäre Dimension spiegelt sich in der Art und Weise wider, wie sich das Lokal präsentiert: keine übertriebenen Marketingversprechen, sondern ein fast schon intimes Versprechen, nämlich das eines „Ortes, an dem jeder seinen Platz findet, an dem die Produkte frisch, hausgemacht und saisonal sind … und an dem jedes Detail so durchdacht ist, dass man gerne wiederkommt“. Die Mission, die sich die Gründerinnen gesetzt haben, lässt sich übrigens in einem Satz zusammenfassen, der den Geist des Ortes auf den Punkt bringt: Ihr größter Erfolg wäre es einfach, beim Verlassen des Lokals einen Gast sagen zu hören: „Man fühlt sich hier wohl.“

Die Wahl des Standorts ist kein Zufall. Das Café Octobre befindet sich in der Rue des Bouchers 18, mitten im historischen Zentrum von Straßburg, profitiert das Café Octobre von einer Lage, die zu Fuß, mit dem Fahrrad (Fahrradständer stehen in der Nähe zur Verfügung), mit der Straßenbahn (Linien A und D, Haltestelle Porte de l’Hôpital) oder mit dem Auto dank des zwei Minuten entfernten Parkhauses Austerlitz leicht zu erreichen ist. Der Ort ist zudem barrierefrei und Hundegäste sind willkommen – ein Detail, das für einen Teil der Straßburger Kundschaft von Bedeutung ist, die es gewohnt ist, mit der Familie, mit Freunden oder mit ihrem Haustier auszugehen.

Die Kundenbewertungen bestätigen diese begehrte Atmosphäre. Mehrere Stammgäste berichten von einem herzlichen Empfang und einem „freundlichen und aufmerksamen“ Team, sodass sie das Gefühl sogar damit vergleichen, „bei Freunden zu sein“. Die als „wirklich hübsch“ bewertete Einrichtung trägt sichtlich dazu bei, dass man gerne länger verweilt, sei es für einen schnellen Kaffee oder einen ausgedehnten Sonntagsbrunch.

Eine kulinarische Speisekarte mit Spezialitätenkaffee, Matcha und saisonalem Brunch

Das Kernangebot des Café Octobre ruht auf drei Säulen, die bereits auf der Startseite der Website deutlich hervorgehoben werden: Brunch, Spezialitätenkaffee und Matcha, ergänzt durch hausgemachtes Gebäck, das offenbar einen Teil des guten Rufs des Lokals ausmacht.

Was den Brunch angeht, wirbt das Haus mit „einer saisonalen, feinschmeckerischen Speisekarte, die für jeden Geschmack etwas bietet“ und die im Laufe der Monate erneuert wird, anstatt das ganze Jahr über unverändert zu bleiben. Dieser saisonale Ansatz, verbunden mit Produkten, die als frisch und hausgemacht beworben werden, reiht sich in einen grundlegenden Trend der städtischen Gastronomie ein, in der die Gäste mittlerweile mehr Transparenz hinsichtlich der Herkunft und Frische der Gerichte erwarten. Die Bilder auf der Website lassen insbesondere Gerichte rund um Pfannkuchen erahnen, und mehrere Online-Bewertungen loben eine „Signature-Bowl“, die offenbar ihre Anhänger hat, sowie eine Küche, die als „raffiniert“ und sorgfältig in der Präsentation beschrieben wird.

Auch das Getränkeangebot steht dem in nichts nach: Café Octobre positioniert sich im Bereich der Spezialitätenkaffees – einer anspruchsvollen Kategorie, die eine strenge Auswahl der Bohnen und besondere Sorgfalt bei der Zubereitung erfordert – sowie im Bereich Matcha, der als heiße oder kalte Getränke sowie in Form von Spezialkreationen angeboten wird. Diese doppelte Ausrichtung – Spezialitätenkaffee und Matcha-Bar – hebt das Lokal von einem einfachen Nachbarschaftscafé ab und entspricht einer wachsenden Nachfrage, insbesondere bei einer jungen Kundschaft, nach hochwertigen und ästhetisch ansprechenden Getränken, die ebenso fotogen wie schmackhaft sind.

Schließlich nimmt das hausgemachte Gebäck einen besonderen Platz im Konzept des Hauses ein, darunter „unverzichtbare Cookies“, Cannelés und Kuchen, die als Kreationen präsentiert werden, die sich „je nach momentaner Inspiration“ weiterentwickeln. Dies ist übrigens ein Punkt, den viele Gäste in ihren Bewertungen spontan hervorheben und dabei mit besonderer Begeisterung von den Kuchen sprechen.

Was die Ernährungsvielfalt angeht, zeigt das Café Octobre ein Bekenntnis zur Inklusion: Es werden mehrere vegetarische, glutenfreie und laktosefreie Rezepte angeboten, was von einigen Kunden gelobt wird, auch wenn das Lokal ehrlich darauf hinweist, dass sich bei der Zubereitung von Gluten und Laktose in der Küche Spuren nicht vollständig ausschließen lassen. Eine eher gemischte Bewertung, in der an einem stark frequentierten Tag die Wartezeit als lang empfunden und der Preis insgesamt als hoch empfunden wurde, erinnert daran, dass das Versprechen eines gemächlichen Service bei hohem Besucheraufkommen auch seine Kehrseite hat – ein Kompromiss, auf den das Lokal übrigens vorbereitet, indem es dringend empfiehlt, am Wochenende zu reservieren.

Viel mehr als nur ein Café: Workshops, private Veranstaltungen und Nachbarschaftsleben

Über das gastronomische Angebot hinaus hat sich das Café Octobre zum Ziel gesetzt, ein echter Treffpunkt des lokalen Lebens zu werden. Auf der Website wird dies ganz offen angekündigt: Das Lokal versteht sich auch als „Ort der Begegnung und der Entdeckungen“. Ab Beginn des neuen Schuljahres sollen dort regelmäßig kreative Workshops, Wellness-Angebote und gemeinsam mit lokalen Kreativen organisierte Veranstaltungen angeboten werden – nach vorheriger Anmeldung. Das Programm wird nach und nach in den sozialen Netzwerken und per Newsletter bekannt gegeben. Die Bildmaterialien lassen insbesondere Töpferworkshops und Veranstaltungen im Stil eines Laufclubs erwarten – zwei Formate, die in französischen Großstädten derzeit einen Aufschwung erleben, wo körperliche oder kreative Aktivitäten mittlerweile gerne mit geselligen Momenten bei einem Kaffee oder Matcha verbunden werden.

Diese Strategie ist Teil eines breiteren Trends, der bei unabhängigen Cafés zu beobachten ist: die Nutzungsmöglichkeiten des Ortes zu diversifizieren, um eine Kundschaft zu binden, die über den reinen Konsum hinausgeht, und eine Gemeinschaft zu schaffen, anstatt nur auf Laufkundschaft zu setzen.

Das Café Octobre hat zudem ein Angebot für private Veranstaltungen entwickelt, das sich sowohl an Privatpersonen als auch an Unternehmen richtet. Geburtstage, Junggesellen- und Junggesellinnenabschiede, Seminare, Teambuilding-Veranstaltungen oder After-Work-Treffen: Das Lokal bietet für jede Art von Veranstaltung ein „maßgeschneidertes Paket“ in einem Ambiente, das als „gemütlich und gesellig“ beschrieben wird. Eine Geschenkkarte ist zudem auf einfache Anfrage per E-Mail erhältlich und rundet ein Angebot ab, das darauf ausgelegt ist, alle Tageszeiten der Woche abzudecken – vom Kaffee allein bis zum Teamessen.

Schließlich richtet sich der Ort auch an eine wachsende Kundschaft in der Innenstadt: Selbstständige und Telearbeiter, die sich mit ihrem Laptop außerhalb der Brunch-Zeiten (11:00–14:30 Uhr) und am Wochenende hier aufhalten dürfen – eine klare Regelung, die Reibereien vermeidet und gleichzeitig die Möglichkeit offen lässt, den Ort auch unter der Woche zu diesen Zwecken zu nutzen.

Was die Öffnungszeiten betrifft, bleibt das Café Octobre dienstags und mittwochs geschlossen, ist jedoch montags, donnerstags und freitags von 9:00 bis 17:30 Uhr sowie samstags und sonntags von 9:30 bis 17:00 Uhr geöffnet, wobei der Brunch von 10:30 bis 15:00 Uhr angeboten wird. Eine auf fünf Tage konzentrierte Organisation, die im Einklang mit dem von den Gründerinnen betonten handwerklichen und familiären Geist steht und die, den ersten Kundenreaktionen nach zu urteilen, bereits ihr Straßburger Publikum gefunden zu haben scheint.

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